Repair-Café-Premiere am 28.2.
Großer Zuspruch beim Auftakt
Zahlreiche Freiwillige engagieren sich
Tüftelei mit Spaß bei Kaffee und Kuchen
Das Vereinsheim der Naturfreunde wurde am 28. Februar 2026 zur Premiere des Repair‑Cafés zu einem Ort voller Energie und Begegnungen: Rund 100 Menschen kamen zusammen, brachten ihre kaputten Lieblingsstücke mit oder ließen sich einfach von der Idee des gemeinsamen Reparierens und der offenen, herzlichen Atmosphäre anstecken.
67 Reparatur‑Anfragen stellten das exzellent aufgestellte 30‑köpfige Team aus freiwilligen Helferinnen und Helfern vor intensive, konzentrierte Arbeitsphasen - nicht nur bei der Reparatur, sondern auch bei Vorbereitung, Anmeldung, Dokumentaion und Verpflegung.
Rund zwei Drittel der Fälle konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Dabei zeigte sich, dass nicht immer eine aufwendige Reparatur nötig war: Manchmal genügte bereits ein Batteriewechsel oder ein Hinweis zur Bedienung, um ein Gerät wieder funktionsfähig zu machen.
Diese Mischung aus fachlichem Einsatz und pragmatischen Lösungen machte den Auftakt besonders anschaulich.
Neun Gegenstände können beim nächsten Repair‑Café am 18. April weiterbearbeitet oder vollständig repariert werden – vorausgesetzt, die benötigten Ersatzteile, die beim Auftakt identifiziert wurden, liegen dann vor. In zwölf Fällen ließ sich eine Reparatur nicht mehr realisieren.
Gefragt waren vor allem die Bereiche Mechanik, Elektrik/Elektronik, Nähen und Textil, Spielzeug sowie Fahrräder. Das in der Region einzigartige Angebot, sich bei der Restauration von Büchern unterstützen zu lassen, wurde zum Auftakt noch wenig angenommen. Hier wird sich das Potenzial vermutlich erst entfalten, wenn sich dieses besondere Angebot weiter herumspricht.
Für eine einladende Atmosphäre sorgte zudem ein großes Kuchenbuffet, das viele Gäste zum Verweilen und Austauschen vor dem Naturfreundehaus am Emilienpark einlud.
Ein starkes Netzwerk machte das Repair‑Caféüberhaupt erst möglich: Die Naturfreunde Grenzach‑Wyhlen stellten ihr Vereinsheim zur Verfügung, die Arbeitsgruppe Emilianum öffnete das benachbarte Gebäude für das Textil‑Team, und die IG Velo unterstützte tatkräftig bei Fahrradreparaturen.
Der Vorstand der Bürgerstiftung, Initiatorin des Repair‑Cafés, zeigte sich beeindruckt von der Resonanz und dem Engagement der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer: „Alles passiert ehrenamtlich. Von Anfang an war das gesamte Team im intensiven Austausch – es wurde recherchiert, beraten und in kleinen Teams gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern getüftelt. Das ist der Geist eines Repair‑Cafés: ehrenamtliches Engagement und Freude am gemeinsamen Tun verbinden sich mit gelebter Nachhaltigkeit.“
Die weiteste Anreise zum Repair-Café Grenzach-Wyhlen erfolgte aus Utzenfeld im Wiesental.
Zum Helfer-Team gesellte sich mit Remo Köchli aus Füllinsdorf (Basel-Land) ein erfahrener und begeisterter Reparateur aus der Schweizer Nachbarschaft, der zudem eine beachtliche Menge an Werkzeug zur Verfügung stellte.
Das nächste Repair-Café in Grenzach-Wyhlen wird am 18. April stattfinden.
Bild zur Meldung: Foto: K. Keßner

